Samstag, 14. Januar 2012

Labskaus und Franzbrötchen

Wer an die Hamburger Küche denkt, dem kommt wohl erst mal unvermittelt ein Fischbrötchen in den Sinn.
Das ist zwar nicht ganz sooo falsch, da Fisch eine große Rolle in der regionalen Küche spielt, aber diese ist dann doch wesentlich vielfältiger.


Aber hier erstmal ein paar typische Gerichte:

  • Labskaus
    Auf den ersten Blick sieht es gewöhnungsbedürftig aus. Eine rote Masse, die mit einem Spiegelei, einer Gewürzgurke und einem Bismarckhering oder Rollmops geschmückt ist.
    Aber keine Sorge: Bei der ominösen roten Masse handelt es sich nur um gepökeltes Fleisch, das mit Matjesfilet, Zwiebeln, Gewürzgurken, roten Beeten und gestampften Kartoffeln durch den Fleischwolf gedreht und danach durchgekocht wird.

  •  Beer´n, Bohn un Speck (Birnen, Bohnen und Speck)
    Ein kräftiger Eintopf, der (wie es der Name schon verrät) Kochbirnen, Brechbohnen, gut durchgewachsenen Speck und Kartoffeln enthält.
     
  • Scholle Finkenwerder Art
    Bei diesem Gericht wird die Scholle mit einer Sauce bestehend aus Nordseekrabben, Zwiebeln und Speck gefüllt und danach schön im Ofen gebacken.
    Benannt wurde das Ganze übrigens nach einem Hamburger Ortsteil.

  • Grünkohl
    Ein deftiges Essen bei dem gut durchgekochter Grünkohl mit Kasseler, geräuchertem Speck, Kohlwürsten und süßen Bratkartoffeln serviert wird.
  • Fliederbeersuppe
    Eine Süßspeise bei der man eine fruchtige Suppe (aus Holunderbeerensaft) mit Schwemmklößen (Grießklöße) oder Klackerklümp (kleine Mehlklöße) isst.

  • Franzbrötchen
    Eine weitere süße Versuchung, die man optisch erst für ein verunglücktes Croissant halten könnte. Ähnlich wie eine Schnecke wird es in seine eigenwillige Form gerollt und gedrückt, wodurch das Innere des Teigs (welcher mit Zucker und Zimt bestreut wird) stellenweise nach außen gedrückt wird. Während des Backvorgangs karamellisiert das Ganze auf der Oberfläche und verleiht dem Gebäck dadurch seinen unnachahmlichen Zimtgeschmack.
  •  

    Passend dazu einige Lokale in denen man norddeutsch essen kann:
    • Alt Hamburger Aalspeicher
      Ein uriges Restaurant in der Nähe der Speicherstadt in dem man aus zig Gerichten rund um den Aal, Matjes, Seezunge und vielem mehr wählen kann.
      Deichstr.43, 20459 Hamburg
      Öffnungszeiten: 12.00-24.00 Uhr
      U-Bahn-Haltestelle "Baumwall" oder vom Hostel aus in 30min am Hafen entlang dahin spazieren.


    • Opitz
      Leckereien wie "Ewerscholle Finkenwerder Art" oder "Labskaus" gibt es im rustikalen Opitz zu essen.
      Mundsburger Damm 17, 22087 Hamburg
      Öffnungszeiten: 12.00-23.30 Uhr
      U-Bahn-Haltestelle "Uhlandstraße"


    • Zu den alten Krameramtsstuben
      Inmitten historischer Fachwerkhäuser findet man hier eine gutbürgerliche Küche mit Gerichten wie "Hamburger Aalsuppe", "Hamburger Pannfisch" oder "Vierländer Ente" vor.
      Krayenkamp 10, 20459 Hamburg
      Öffnungszeiten: 10.00-0.00 Uhr
      Vom Hostel aus erreicht man die Krameramtsstuben zu Fuß in knapp 10min.

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