Das Wetter mag zwar noch unangenehm sein, aber so langsam setzt sich dennoch der Frühling durch.
Wer darüber hinaus neben dem Hafen oder dem Kiez in Hamburg noch andere Seiten des Norden entdecken möchte, sollte vor allem zur Frühlingszeit einen Abstecher ins
Alte Land wagen.
Das Alte Land ist eines der größten Anbaugebiete für Obst in Europa, deren zugehörigen Bauernhöfe mit zahlreichen Verzierungen versehen sind. Dazu gehören Fachwerkfassaden (die zu einzigartigen Mosaikmustern zusammen gesetzt wurden), Prunkpforten (imposante Tore für Wagen und Personen, in deren Holz beispielsweise Löwenhäupter eingeschnitzt wurden) oder Brauttüren (welche von außen reich verziert und bemalt sind und den Zugang zu einem Raum mit Familienschätzen bildeten).
Die Landschaft bietet sich mit den Deichen und der Nähe zur Elbe ideal für einen Spaziergang oder eine Radtour an - besonders wenn die Knospen sich ab Ende April langsam öffnen oder die Bäume in voller Blüte stehen (beim
Blütenbarometer wird der aktuelle Stand angegeben).
Der Tourismusverein bietet darüber hinaus
neun verschiedene Routen für Radfahrer an.
Wer zur Blütezeit einen guten Blick von oben auf die Schar der aufblühenden Obstbäume erhaschen möchte, kann sich der
Altländer Blütentour anschließen, die im Doppeldeckerbus durch das Alte Land tuckert während eine kundige Gästeführerin Wissenswertes zum historischen und kulturellen Hintergrund erzählt.
Neben dieser Bustour gibt es auch regelmäßig kostenlose
Führungen, die zu Fuß und mit verschiedenen Schwerpunkten erfolgen.
Vom Hamburg aus kann man das Alte Land mit den Fähren oder dem öffentlichen Nahverkehr erreichen.
- Mit der Elbfähre von Blankenese nach Cranz fahren oder mit der Hafenfähre 62 von den Landungsbrücken nach Finkenwerder.
- Bei der Reeperbahn in die S-Bahn S3 Richtung Stade einsteigen, bei Buxtehude aussteigen und mit den Bus 2031 weiter nach Jork fahren.